Aktuelle Elterninformationen zum Corona-Virus

Kirchenlamitz 15.06.2020

Liebe Eltern

Hier noch einmal eine Zusammenfassung der Notbetreuung während der Corona-Zeit in unserer kita

Aktuelle Informationen finden Sie immer auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales

https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/corona-kindertagesbetreuung.

Aktuell geltende Regelungen für Kindertageseinrichtungen

Eine Notbetreuung wird aktuell angeboten, wenn
 

  • ein Erziehungsberechtigter
    • in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist
    • als Abschlussschülerin oder -schüler am Schulunterricht teilnimmt und aus diesem Grund an der Betreuung des Kindes gehindert ist
  • eine Alleinerziehende oder ein Alleinerziehender
    • erwerbstätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist
    • an einer staatlichen, staatlich anerkannten oder kirchlichen Hochschule immatrikuliert ist oder an einer Einrichtung studiert, die gem. Art. 86 Abs. 1 oder 2 BayHSchG Studiengänge durchführt, und aufgrund des Studiums an einer Betreuung des Kindes gehindert ist
    • eine in Studien- oder Prüfungsordnungen vorgeschriebene berufspraktische Tätigkeit verrichtet und aufgrund dieser Tätigkeit an einer Betreuung des Kindes gehindert ist
    • zu ihrer bzw. seiner Berufsausbildung mit oder ohne Arbeitsentgelt beschäftigt ist und aufgrund dieser Tätigkeit an einer Betreuung des Kindes gehindert ist
  • beide Erziehungsberechtigte erwerbstätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in den jeweiligen Tätigkeiten an einer Betreuung des Kindes gehindert sind und einer dieser Erziehungsberechtigten aufgrund beruflich veranlasster Auswärtstätigkeiten regelmäßig den überwiegenden Teil der Woche nicht im gemeinsamen Haushalt übernachten kann.

Voraussetzung der Notbetreuung ist in allen diesen Fällen, dass das Kind nicht durch eine andere im gemeinsamen Haushalt lebende volljährige Person betreut werden kann.

Das bedeutet, dass das Kind in diesen Fällen insbesondere aufgenommen werden kann,

  • wenn der Partner oder eine andere volljährige Person aufgrund eigener Erwerbstätigkeit die Kinderbetreuung nicht übernehmen kann,
  • wenn der Partner oder eine andere volljährige Person zwar zuhause ist, aber bspw. aufgrund einer schweren Erkrankung die Betreuung nicht übernehmen kann.

Auch volljährige Geschwister können die Betreuung übernehmen, wenn sie zur Verfügung stehe

 

Eine Notbetreuung wird daneben angeboten, wenn
 

  • die Betreuung eines Kindes zur Sicherstellung des Kindeswohls vom zuständigen Jugendamt nach den Regelungen des SGB VIII angeordnet wurde.
  • die Eltern des Kindes einen Anspruch auf Hilfen zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII haben: Gerade dort, wo schon vor der Corona-Pandemie auch unterhalb der Schwelle zur Kindeswohlgefährdung hoher Unterstützungsbedarf bestand, ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Damit hat der Kinderschutz insbesondere durch Unterstützung von Familien in Belastungssituationen auch in Corona-Zeiten oberste Priorität. Erforderlich ist ein entsprechender Nachweis der Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung nach §§ 27 ff. SGB VIII (Bescheid des Jugendamts bzw. Nachweis, dass ein Angebot im Rahmen der Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII in Anspruch genommen wird).
  • das Kind eine Behinderung hat oder von wesentlicher Behinderung bedroht ist: Ein Anspruch auf Eingliederungshilfe nach § 99 SGB IX zur Betreuung in einer Kindertageseinrichtung muss durch Bescheid gemäß § 120 Abs. 2 SGB IX festgestellt sein, eine Vereinbarung nach Teil 2 Kapitel 8 SGB IX zwischen dem Einrichtungsträger und dem zuständigen Bezirk geschlossen sein und Leistungen hieraus erbracht werden,

sowie für

  • Vorschulkinder: Berechtigt sind die Kinder, die zum Schuljahr 2020/21 zur Einschulung an einer Grund- oder Förderschule tatsächlich angemeldet sind.
  • Kinder, die im Schuljahr 2021/2022 gemäß Art. 37 Abs. 1 Satz 1 BayEUG schulpflichtig werden. Das sind die Kinder, die bis zum 30. September 2021 sechs Jahre alt werden, deren Erziehungsberechtigte bereits einmal den Beginn der Schulpflicht verschoben haben oder die bereits einmal von der Aufnahme in die Grundschule zurückgestellt wurden.
  • Krippenkinder, die am Übergang zum Kindergarten stehen. Das sind zum einen alle Zweijährigen. Zum anderen sind das die Dreijährigen, die den Übergang in einen Kindergarten bzw. eine Kindergartengruppe (ggf. innerhalb derselben Einrichtung) noch vor sich haben. Wenn Eltern sich nicht sicher sind, ob ihr Kind zu dieser Gruppe gehört, sollten sie sich an den jeweiligen Träger der Kita wenden.
  • Geschwisterkinder von den eben genannten Kindern sowie den Kindern mit (drohender) Behinderung, wenn sie in der gleichen Einrichtung betreut werden. Diese Kinder werden zwar mit dem Begriff „Geschwisterkinder“ umschrieben, auf ein Verwandtschaftsverhältnis kommt es aber ausdrücklich nicht an. Entscheidend ist, dass die Kinder in einem gemeinsamen Haushalt leben.
  • Schulkinder, an den Tagen, an denen sie den Unterricht vor Ort in der Schule besuchen: An Tagen, an denen die Schulkinder im Rahmen des „Lernens zuhause 2.0“ unterrichtet werden, ist der Besuch der Einrichtungen dagegen weiterhin auf die Kinder, die auch aus anderen Gründen die Notbetreuung besuchen können, beschränkt.

In den hier genannten Fällen (Notbetreuung aufgrund Bedarf des Kindes) kommt es ausdrücklich nicht darauf an, ob eine Betreuung in der jeweiligen Familie sichergestellt werden könnte. Maßgeblich ist allein der Bedarf des Kindes bzw. der Anspruch der Eltern auf Hilfen zur Erziehung.

Ab dem 1. Juli 2020 können voraussichtlich alle Kinder wieder regulär ihre Kindertageseinrichtung besuchen

https://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_inet/200602_vor-vorschulkinder.pdf​

https://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_inet/200602_krippenabschlusskinder.pdf

 

 

 

Kita Kunterbunt Kirchenlamitz

KiTa Post Mai 2020

Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Familien,

Nun ist es für manche von Euch schon ziemlich lange her, seitdem wir uns das letzte Mal sehen konnten, manche von Euch sind schon einige Zeit wieder im Kindergarten und seit kurzem sind schon einige Vorschulkinder wieder in unsere Kita zurück gekehrt.

Vielen Dank auch für die vielen tollen Briefe und Bilder, die wir von Euch bekommen haben. Wir haben alles aufgehängt und denken ganz oft an Euch, wenn wir die schönen bunten Grüße von Euch jeden Tag sehen.

Unsere kunterbunte Schlange aus Steinen ist ganz schön lang geworden und wir freuen uns über jeden einzelnen Stein, der dazu kommt.

In unserem Kindergarten hat sich einiges getan. Wir haben uns ganz viel Mühe gegeben, für Euch alles schön her zu richten, wir haben die Wände neu gestrichen, haben Ideen gesammelt, was wir alles mit Euch tolles machen und erleben wollen. Jetzt freuen wir uns darauf, wenn wir alle von Euch hoffentlich schon bald wieder sehen können und dann gemeinsam wieder spielen, singen, forschen, turnen, und den Alltag zusammen erleben.

 

Besetzung erste Pfarrstelle

Pfarrer Rausch wurde am 24. Mai 2020 in unserer Gemeinde verabschiedet und tritt nun in Pegnitz die Herausforderung einer Stelle als Dekan an. Wir wünschen ihm dort alles Gute und Gottes Segen für seine Aufgaben.

Ab 1. Juli besetzt Frau Meiler-Binder als neue Pfarramtsführerin die erste Pfarrstelle und ist somit nur für unsere Kita Kunterbunt verantwortlich. Wir freuen uns auf eine lebendige und enge Zusammenarbeit.

 

Bringen und Abholen

Unsere Haustür muss in der nächsten Zeit für Eltern und Kinder beim Bringen und Abholen geschlossen bleiben um weitestgehend Kontakte zwischen den Gruppen zu vermeiden. Außer den Kindern und unserem Personal dürfen sich momentan weitere Personen nur im Ausnahmefall bzw. mit Anmeldung im Haus aufhalten. Wir bitten Sie hier um ihr Verständnis. Beim Bringen und Abholen gehen Sie bitte durch das Gartentor und geben ihr Kind an der jeweiligen Gruppentür im Garten ab. Die Gruppenerzieher werden ihr Kind hier in Empfang nehmen. Neben diesen Türen finden Sie in den Fenstern auch jegliche gruppeninternen Informationen, Neuigkeiten der einzelnen Gruppen. Bitte achten Sie darauf, das Gartentor beim Verlassen durch den oberen Riegel wieder fest zu schließen.

Ab 6.30 ist der Frühdienst wie immer in der jeweiligen Gruppe für die Kinder da und ab 7.00 Uhr gehen Kinder aus der Grashüpfergruppe bitte einstweilen in die Schmetterlingsgruppe und Kinder aus der Fischegruppe einstweilen in die Löwengruppe.

Eine gute Zusammenarbeit ist uns natürlich weiterhin sehr wichtig. Wir sind jederzeit offen für Gespräche, Telefonate und Informationsaustausch. Bei Gesprächen in unserer Einrichtung bitten wir Sie, sich im Voraus einen Termin geben zu lassen, damit wir die Räumlichkeiten einplanen können. Gespräche werden mit Mundschutz geführt und zeitlich möglichst auf 20 Minuten beschränkt.

 

Mittagessen

Ab Juni können wir den Kindern wieder ein Mittagessen anbieten. Das Essen wird in den Gruppen eingenommen und muss am Freitag vorher verbindlich in den Gruppen angemeldet werden. Der Speiseplan hängt in den jeweiligen Gruppenfenstern.

 

Spielzeugtag

Wir haben Verständnis dafür dass die Kinder gerne Spielsachen von zu Hause  mitbringen wollen. Leider geht das in der momentanen Situation nicht. Wir bitten Sie, darauf zu achten dass ihr Kind Spiele, Fahrzeuge, etc. zu Hause lässt. Bei kleinen „Seelentröstern“ wie Schmusetücher, etc. welche für die Kinder sehr wichtig sind, drücken wir natürlich ein Auge zu.

 

„teiloffene Kita“

Unser pädagogisches Konzept, gruppenübergreifend halboffen zu arbeiten, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich frei und offen im Haus zu bewegen und je nach Bedürfnis auch in anderen Gruppen und in den Fluren zu spielen, muss leider aus der momentanen Situation bis auf weiteres eingestellt werden. Die Kinder bleiben in ihren Stammgruppen, werden dort von konstantem Personal betreut und haben somit auch feste Spielpartner. Natürlich achten wir auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder und gestalten den Kindergartenalltag abwechselnd und bedürfnisorientiert.

Damit die Kinder trotz erschwerter Bedingungen trotzdem ausreichend Möglichkeiten haben, sich auszutoben und vielfältige Erfahrungen zu machen, nutzen wir so oft als möglich den Garten. Damit sich hier nur begrenzt viele Kinder begegnen, sind wir bestrebt, jeweils maximal 2 Gruppen in den Garten zu lassen. Im Wechsel gehen die anderen Kinder bei passendem Wetter auf weitere Spielplätze, in den Wald, zum Bach oder spazieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass alle Kinder täglich wettergerechte, robuste Kleidung, Regen- sowie Sonnenschutz dabei haben. Vielen Dank für Ihre Mitarbeit

Kita – Info – App

Wir sind in der Planung für unsere Einrichtung eine Kita – App zu nutzen. Die Vorteile hierbei wären vielerlei. Hier nur einige kurze Informationen, genaueres erfahren Sie in einem gesonderten Schreiben:

  • Wir sparen Papier und helfen so unserer Umwelt
  • Elternbriefe, Gruppeninterne Informationen, Einladungen, Neuigkeiten etc. können schnell, unkompliziert und für alle Elternteile herausgegeben werden
  • An- und Abmeldungen zu Veranstaltungen sind einfach über einen Klick zu machen
  • Kinder können in den jeweiligen Gruppen entschuldigt werden
  • Wir ersparen uns und Ihnen einiges an „Zettelwirtschaft“
  • Durch die kurzen, gruppeninternen Wege haben wir mehr Zeit für ihre Kinder

Sobald unser Elternbeirat der Umsetzung zustimmt, können wir weitere Schritte einleiten.

 

Hygieneschutzkonzept in unserer KiTa

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, im Folgenden stellen wir ihnen die wichtigsten Punkte unseres Schutzkonzeptes vor.

  • Beim Betreten der Einrichtung waschen alle Fachkräfte gründlich Hände
  • Die Teamkolleginnen achten auf den Mindestabstand von 1,50m
  • Die Türklinken werden täglich desinfiziert
  • Alle Kontaktflächen werden täglich 2-3 mal gereinigt
  • Die Gruppenräume müssen stündlich gründlich gelüftet werden
  • Alle Kinder spielen in ihren Stammgruppen
  • Sooft als möglich gehen die Gruppen nach draußen. Dabei achten wir darauf, dass nicht alle Gruppen zur gleichen Zeit den Garten nutzen sondern nutzen die Natur außerhalb der Einrichtung
  • Das Händewaschen, Abstand halten, richtige Niesen und Husten wird in den Gruppen mit den Kindern aufgearbeitet und besprochen
  • Sobald ein Kind Krankheitsanzeichen hat, muss dies ärztlich abgeklärt werden
  • Krankheitsanzeichen müssen von uns an das Gesundheitsamt weiter gegeben werden
  • Externe Personen dürfen die Einrichtung nur mit Mundschutz betreten und sind angehalten, sich zuerst gründlich die Hände zu waschen
  • Kinder betreten und verlassen die Einrichtung über den Garten

 

Erweiterung Notbetreuung

Unsere KiTa füllt sich nach und nach wieder mit Kindern und Leben. Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen, sowie Integrationskinder sind schon einige Zeit in unserer Einrichtung. Seit 25.Mai dürfen die Vorschulkinder in den Gruppen spielen. Nach den Pfingstferien, am 15. Juni ist geplant, dass alle Kinder in unsere Kita kommen können, die im Herbst 2021 eingeschult werden.  Zusätzlich dürfen jeweils die Geschwisterkinder kommen. Die Bundesregierung strebt an, dass bis Anfang Juli alle Kinder unsere KiTa wieder besuchen können.

 

Schließzeiten

Aufgrund der Ausnahmesituation, die viele Familien in den letzten Wochen bewältigen mussten haben wir uns entschlossen, in den Pfingstferien unsere Kita nicht zu schließen. Unsere Mitarbeiter haben nun ihre Urlaube so gelegt, dass wir auch in den Sommerferien  eine Betreuung der Kinder anbieten können.

Ihre Gruppenerzieher werden sich in nächster Zeit an Sie wenden, um den Bedarf in den Ferien zu ermitteln, damit wir unser Personal dementsprechend einteilen können.

 

Beitragserhöhung

Wir möchten sie noch einmal daran erinnern, dass ab Mai die Elternbeiträge erhöht wurden. Wenn ihr Kind die Notbetreuung besucht hat, erhalten Sie in diesen Monaten keine komplette Beitragsübernahme

 

Jetzt wünschen wir Euch noch eine gute Zeit, bleibt gesund und passt gut auf Euch auf.

Wir freuen uns auf Euch, Euer kunterbuntes Kita - Team

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Erweiterung der Notbetreuung

Liebe Eltern

Hier einige Infos zur aktuellen Notbetreuung in der Kita Kunterbunt

Ab 11. 5. gilt die Hortbetreuung für die Kinder der 4. Klasse

Ab 18.5. gilt die Hortbetreuung für die Kinder der ersten Klasse

Die Schulkinder dürfen an den Tagen, an denen sie den Unterricht vor Ort (Präsenzunterricht) in der Schule besuchen, ihr Betreuungsangebot im Hort wieder in Anspruch nehmen.

An Tagen, an denen die Schulkinder im Rahmen des „Lernens zuhause 2.0“unterrichtet werden, ist der Besuch der Einrichtungen dagegen weiterhin auf die Kinder, die auch aus anderen Gründen die Notbetreuung besuchen können, beschränkt. 

Das Betreuungsangebots berücksichtigt die Unterrrichtszeiten.

Bitte die Betreuung zwei Tage vorher in der Kita anmelden.

Wir benötigen für die Anmeldung den Antrag für die Schulkinder. s. Anträge zur Notbetreuung

Die weitere Öffnung der Kindertageseinrichtungen erfolgt in Zwei-Wochen-Schritten, um die Auswirkungen der vorherigen Veränderungen abschätzen zu können und den Einrichtungen den nötigen Vorlauf zu geben.

Im nächsten Schritt der Ausweitung bei der Notbetreuung, der ab dem 25. Mai 2020 in Frage kommt, ist eine Ausweitung bspw. für folgende Gruppen vorgesehen.

Ob diese Ausweitungen möglich sind, hängt von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens ab. Gleiches gilt für den Umfang der Betreuung:

  • Kinder in Waldkindergärten und anderen nicht gebäudegebundenen Kindertageseinrichtungen.
  • Vorschulkinder, die sich auf den Übergang zur Schule einstellen und sich von ihrem Kindergarten verabschieden können sollen.
  • Kinder in der Großtagespflege.
  • Geschwisterkinder von in derselben Einrichtung betreuten Kindern.
  • Hortkinder für weitere Klassen, die wieder in die Schule gehen dürfen, jeweils an den Tagen, an welchen sie in die Schule gehen können.

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Staatsministerium für - · Familie, Arbeit und Soziales

München, 26. April 2020

Coronavirus

Informationen für die Eltern

Die Zahl der Erkrankungen am Coronavirus in Bayern ist nach wie vor hoch. Deshalb wurde die bisher geltende Allgemeinverfügung verlängert. Kinder dürfen daher vorerst bis einschließlich 10. Mai 2020 keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Heilpädagogische Tagesstätte, die Leistungen der Eingliederungshilfe erbringt, betreten. Damit entfallen derzeit die regulären Betreuungsangebote.

Eine Notbetreuung wird angeboten, wenn

  • ein Erziehungsberechtigter in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist oder
  • eine Alleinerziehende oder ein Alleinerziehender erwerbstätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist oder
  • ein Erziehungsberechtigter als Abschlussschüler/-in gemäß Ziffer 2.4 der Allgemeinverfügung aufgrund der Teilnahme am Unterricht an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist.

Voraussetzung der Notbetreuung ist, dass das Kind nicht durch eine andere im gemeinsamen Haushalt lebende volljährige Person betreut werden kann.

Insbesondere, kann das Kind aufgenommen werden,

  • wenn der Partner aufgrund eigener Erwerbstätigkeit die Kinderbetreuung nicht übernehmen kann,
  • wenn der Partner zwar zuhause ist, aber bspw. aufgrund einer schweren Erkrankung die Betreuung nicht übernehmen kann.

Auch volljährige Geschwister können die Betreuung übernehmen, wenn sie zur Verfügung stehen.

Voraussetzung der Notbetreuung ist weiter, dass das Kind

  • keine Krankheitssymptome aufweist, dabei geht es nicht nur um Symptome einer Erkrankung an COVID-19, sondern um Krankheiten jeglicher Art. Kranke Kinder gehören nicht in eine Kindertageseinrichtung, dies gilt in normalen Zeiten und erst recht in Zeiten der Corona-Pandemie
  • nicht in Kontakt zu am Coronavirus infizierten Personen steht bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und das Kind keine Krankheitssymptome aufweist, und
  • keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegt.

 

Zu den Bereichen der kritischen Infrastruktur zählen insbesondere alle Einrichtungen, die

  • der Gesundheitsversorgung (z.B. Krankenhäuser, (Zahn-) Arztpraxen, Apotheken, Gesundheitsämter, Rettungsdienst einschließlich Luftrettung),
  • der Pflege (z.B. Altenpflege, Behindertenhilfe, Frauenunterstützungssystem),
  • der Kinder-und Jugendhilfe (inklusiv Notbetreuung in Kitas)
  • der Seelsorge in den Religionsgemeinschaften,
  • der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr und Katastrophenschutz) und der Bundeswehr,
  • der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung),
  • der Lebensmittelversorgung (von der Produktion bis zum Verkauf),
  • der Versorgung mit Drogerieprodukten,
  • des Personen-und Güterverkehrs (z.B. Fernverkehr, Piloten und Fluglotsen),
  • der Medien (insbesondere Nachrichten-und Informationswesen sowie Risiko-und Krisenkommunikation),
  • der Banken und Sparkassen (insbesondere zur Sicherstellung der Bargeldversorgung und der Liquidität von Unternehmen), der Steuerberatung und
  • der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz (auch Rechtsberatung und -vertretung sowie die Notariate) und Verwaltung dienen sowie
  • die Schulen (Notbetreuung und Unterricht).

 

Es handelt sich hierbei um keine abschließende Auflistung aller Tätigkeiten, die zur kritischen Infrastruktur gehören können. Die Tätigkeitsfelder werden laufend angepasst.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Tätigkeit zur kritischen Infrastruktur gehört, wenden Sie sich bitte an die Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Heilpädagogische Einrichtung, die Ihr Kind besucht. Bei Zweifeln hält diese Rücksprache mit dem zuständigen Jugendamt.

Im Rahmen der Notbetreuung gelten Sie als alleinerziehend, wenn das Kind mit Ihnen in einem Haushalt wohnt und in diesem Haushalt keine weitere volljährige Person wohnt, die als Betreuungsperson dienen kann. Dabei kommt es darauf an, wo das Kind bzw. die volljährige Person mit Haupt-oder Nebenwohnsitz gemeldet sind. Als alleinerziehend im Sinne der Allgemeinverfügung gilt man auch, wenn der andere Elternteil aus gesundheitlichen Gründen oder anderen zwingenden Gründen ausfällt. Es muss sich dabei um gewichtige Gründe handeln, z. B. Krankenhausaufenthalt, Bettlägerigkeit oder Entbindung. Kein Grund ist die berufsbedingte Abwesenheit des anderen Elternteils (z B. ein Elternteil arbeitet die ganze Woche in einer anderen Stadt etc.).

Es kommt bezüglich der Berechtigung zur Notbetreuung von Alleinerziehenden nur auf die Erwerbstätigkeit, nicht auf die Tätigkeit in einem Bereich der kritischen Infrastruktur an.

Die Kinder, die die Einrichtung nach dieser Regelung besuchen dürfen, werden in der Einrichtung betreut, die sie gewöhnlich besuchen. Jede Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Heilpädagogische Tagesstätte die Leistungen der Eingliederungshilfe erbringt stellt eine entsprechende Betreuung sicher. Der Bayerischen Staatsregierung ist bewusst, dass die Betretungsverbote Eltern vor größte Herausforderungen stellen. Wir danken Ihnen ausdrücklich für Ihren Beitrag zum Infektionsschutz.

Wenn Sie wegen der Betreuung Ihres Kindes nicht zur Arbeit erscheinen können, gilt Folgendes:

Ist Ihr Kind selbst erkrankt, können Sie nach Krankenversicherungsrecht einen Anspruch auf Kinderkrankengeld haben. Geregelt ist das im § 45 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V). Voraussetzung ist, dass Mutter oder Vater nach ärztlichem Zeugnis zur Betreuung ihres erkrankten und ebenfalls gesetzlich versicherten Kindes von der Arbeit fernbleiben, eine andere Vertrauensperson zur Betreuung nicht zur Verfügung steht und das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Für die Dauer des Bezugs von Kinderkrankengeld – für jedes Kind bis zu 10 Arbeitstagen, bei Alleinerziehenden bis zu 20 Arbeitstagen im Jahr – besteht ein Anspruch auf unbezahlte Freistellung von der Arbeit gegen den Arbeitgeber. Für Fragen sollten Sie sich an Ihre Krankenversicherung wenden.

Ist Ihr Kind gesund und können Sie nicht zur Arbeit erscheinen, weil sie keine andere Betreuungsmöglichkeit haben, müssen Sie Ihren Arbeitgeber umgehend darüber informieren. Oft kann in solchen Situationen eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Zu denken ist etwa an Urlaub oder an einen Abbau von Überstunden. Gegebenenfalls kann auch von zu Hause aus im Homeoffice gearbeitet werden, wenn das im Betrieb zulässig ist. Je nach individueller Situation wäre zum Beispiel auch überlegenswert, mit dem Arbeitgeber eine vorübergehende Arbeitszeitreduzierung zu vereinbaren, um Beruf und Kinderbetreuung besser unter einen Hut zu bringen. Sofern Sie bereits in Teilzeit arbeiten, kann eventuell auch eine vorübergehende Änderung Ihrer Arbeitszeitverteilung ein hilfreicher Schritt sein, beispielsweise könnten Sie mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren, dass Sie an bestimmten Tagen, an denen die Kinderbetreuung anderweitig sichergestellt ist, länger arbeiten und im Gegenzug an anderen Tagen zuhause bleiben.

Wichtig ist deshalb auf jeden Fall, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen, aufeinander zuzugehen und gemeinsam zu klären, welche Lösung für alle Beteiligten am besten ist.

Sofern Sie aufgrund der nötigen persönlichen Kinderbetreuung Gehaltseinbußen erleiden, haben Sie gegebenenfalls einen Entschädigungsanspruch nach § 56 Absatz 1 a Infektionsschutzgesetz. Für Entschädigungsansprüche nach § 56 Absatz 1a IfSG sind in Bayern grundsätzlich die Bezirksregierungen zuständig. Wir bitten, hier jedoch einstweilen von Anfragen abzusehen, weil das erforderliche Fachverfahren derzeit erst erstellt werden muss. Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales arbeitet hieran mit Hochdruck. Sobald das Verfahren, das einfach zu handhaben sein soll und eine zügige Abwicklung von Anträgen gewährleisten soll, zur Verfügung steht, wird dies sofort öffentlich kommuniziert werden. Für die Frage, ob trotz Betretungsverbot weiterhin Elternbeiträge zu entrichten sind, gilt:

Der Freistaat Bayern ist an der Entscheidung der Träger, ob und in welcher Höhe Elternbeiträge erhoben werden, nicht beteiligt. Die Zahlung von Elternbeiträgen richtet sich im Grundsatz nach dem jeweiligen Betreuungsvertrag bzw. bei öffentlich-rechtlichen Nutzungsverhältnissen auch nach der Regelung in den Satzungen. Enthalten diese keine wirksam vereinbarten Regelungen gilt kraft Gesetzes, dass bei Nichterbringung der Dienstleistung der Anspruch auf die Zahlung der Elternbeiträge entfällt.

Ein Konzept zur Entlastung von Elternbeiträgen wird derzeit innerhalb der Staatsregierung abgestimmt, Details werden in Kürze veröffentlicht. Wir gehen daher davon aus, dass in der Regel derzeit keine Beiträge erhoben werden, auch wenn die Entscheidung am Schluss Ihr Träger treffen muss. Für weitere Einzelheiten bitte wir Sie noch um etwas Geduld, diese werden noch im April bekannt gegeben. Danach können Sie sich an den Träger Ihrer Einrichtung wenden und die genauen Details in Ihrem konkreten Fall erfragen.